Bologna Curriculum - Bachelor and Master of Medicine

Grundstruktur des Bologna Curriculums an der Medizinischen Fakultät Basel

Die Medizinische Fakultät Basel hat die Organisation der Studiengänge nach dem Bologna-System mit Beginn des Studienjahres 2006/07 eingeführt. Die erste Kohorte hat im Studienjahr 2009/10 mit dem Masterstudium begonnen.

Eine Übersicht des Bologna Curriculums sehen Sie hier

Themenblockstruktur

Bereits im Jahr 1996 hat die Medizinische Fakultät sich zu einer tiefgreifenden Reform des Studiums entschieden. Die Fächer sollten fortan nicht mehr in aufeinander folgenden Semestern getrennt, sondern organ- bzw. systembezogen in Themenblöcken dargeboten werden.

Das führte zu einer neuen Struktur, in der ab dem ersten Studienjahr nach einem propädeutischen Wissenschaftsblock und drei Blöcken zum grundlegenden Verständnis des biologischen und sozialen Lebens eine Abfolge von organbezogenen Themenblöcken entworfen wurden. Diese Themenblöcke wurden sowohl horizontal als auch vertikal vernetzt.

Die Themenblockabfolge im Bologna-Curriculum sehen Sie hier (English Version here)

Für das Bologna-Curriculum ab 2006/2007 wurde das zu vermittelnde Wissen gemäss der Lehr-/ Lernspirale für den Bachelor- und Masterabschnitt nochmals neu gegliedert.

Im Bachlorstudium erwirbt sich der Studierende Kenntnis aller Organsysteme auf der Ebene Biochemie, Anatomie, Physiologie, Pathologie und Pathophysiologie sowie der psychosozialen Dimensionen. Zur Integration von klinischen Inhalten werden die organspezifisch häufigen und gefährlichen Erkrankungen thematisiert.

Im Masterstudium wiederholen sich die organ- und systembezogenen Themenblöcke. Dieses Mal mit den Schwerpunkten Klinik, Diagnostik, Therapie und Differentialdiagnosen sowie einer Vertiefung der themenblockspezifischen Grundlagenwissenschaften.

Die Kompetenzbögen

Gemäss dem Schweizerischen Medizinalberufegesetz sollten die Absolventen eines Medizinstudiums verschiedene Kompetenzen erworben haben. Anhand dessen wurden in Basel vier Kompetenzbereiche definiert:

· Soziale und kommunikative Kompetenzen

· Wissenschaftliche Kompetenz

· Manuelle, diagnostische und therapeutische Fertigkeiten

· Humanities und medizinethische Kompetenzen

Diese Kompetenzen wurden als Bögen konzipiert, die alle Studienjahre umspannen. Gleichsam als roter Faden wurden Basis- bzw. erweiterte Kompetenzen ab Studienbeginn bis zum zweiten Masterjahr, meist in praktischen Kursen vermittelt, im Curriculum platziert.

Beispielhaft ist der Bogen "Soziale und kommunikative Kompetenzen" hier zu sehen.

Mantelstudium (Electives): Projekte

Das Ziel der Projekte ist, die Motivation für den klinisch tätigen Arzt zu steigern, fachliche Faszination zu wecken, die eigenen Stärken und Schwächen sowie die körperliche und seelische Belastbarkeit zu testen. Hier wird die Möglichkeit geboten Zusatzwissen, Fertigkeiten und Haltung zu erwerben sowie sich mit medizinischen Randgebieten und Einflussbereichen auseinander zu setzen. Dabei wird im ersten Studienjahr ein besonderes Augenmerk auf die Teambildung und die Gruppenprozesse gelegt.

Das Mantelstudium im ersten Studienjahr wird als Lernen am Projekt absolviert.
Das Angebot dieses Studienjahres ersehen Sie hier

Im 2. und 3. und BA-Studienjahr besteht die Möglichkeit aus verschiedenen Projekten zu wählen. Das Angebot sehen Sie hier und hier

Im ersten Masterjahr beinhaltet das Mantelstudium das Einzeltutoriat, eine Basler Spezialität, die eine 1:1-Betreuung während einer wöchentlichen hausärztlichen Praxishospitation ermöglicht.