Basiskompetenzen

Die Basiskompetenzen (BK) umfassen vier Bereiche:

- Manuelle, diagnostische und therapeutische Fertigkeiten (Stoffkatalog BK MDT)
- Soziale und kommunikative Kompetenz (Stoffkatalog BK SOKO)
- Wissenschaftliche Kompetenz (Stoffkatalog BK WIKO)
- Ethik und Humanities

 ECTS 3

Soziale Kompetenz

Medizin ist der Umgang von Menschen mit Menschen (von Uexküll). Soziale Kompetenzen sind die Voraussetzung dafür, dass Wissen und Fertigkeiten den späteren Patientinnen und Patienten zugute kommen: Alle medizinische Fachkenntnis und die modernste Technik nützen nichts, wenn auf der zwischenmenschlichen Ebene keine gute Arzt-Patienten-Beziehung aufgebaut wird. Deshalb reicht es nicht, wenn das Medizinstudium nur Wissen und technische Fertigkeiten vermittelt. Im Basler Humanmedizin-Studium wurde mit der Einführung der Bologna-Reform ein studienjahrsübergreifendes (longitudinales) Curriculum in sozialen und kommunikativen Kompetenzen eingeführt (ZMA-Artikel). Dabei wird in jedem Studienjahr, angepasst an den Alltag der Studierenden und ihr zunehmendes Wissen, sozialkompetentes Verhalten vermittelt. Unter sozialen Kompetenzen verstehen wir insbesondere die Fähigkeit zur Wahrnehmung des Gegenübers und seiner Bedürfnisse, ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

Kommunikative Kompetenz

Schlechte Kommunikation führt zu schlechtem Patienten-Outcome, unwirtschaftlichem Umgang mit den Ressourcen des Gesundheitssystems, zu Verlust an Lebensqualität für die Menschen, die im Gesundheitswesen tätig sind (Burnout), und zu Reibungsverlusten in Institutionen. Die Reflexion der eigenen professionellen Haltung gegenüber Patienten, gegenüber Kolleginnen und Kollegen, gegenüber anderen Berufsgruppen und im Kontext der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung hilft dabei, sich zu einer Persönlichkeit zu entwickeln, die mit den Chancen und Anforderungen des Arztberufes erfolgreich und mit Freude umgeht. Nach der theoretischen Einführung in die Grundlagen der Arzt-Patienten-Kommunikation wird im Basler Medizinstudium der praktischen Anwendung der Techniken hoher Stellenwert beigemessen: Beispielsweise führt im 2.BA-Studienjahr jede/r Studierende ein Arzt-Patienten-Gespräch durch, das auf Video aufgenommen, dann in der Kleingruppe analysiert und später mit einem erfahrenen Supervisor besprochen wird.

"Warten Sie nicht darauf, dass der Arzt errät, was Sie haben" - Interview mit Prof. Dr. med. W. Langewitz, Leiter BK SOKO, in der Berner Zeitung vom 9.2.2015

Lernunterlagen und Angebot im Rahmen der BK Fertigkeiten im 3.BA-Studienjahr siehe OLAT.

WIKO.flex steht für flexibel wählbare Angebote Wissenschaftliche Kompetenz. Es handelt sich um einen longitudinalen Wahlpflichtbereich, der 2016 gestartet wurde. Die Studierenden haben die Wahl zwischen verschiedenen Lernangeboten, die sie zu selbstgewählter Zeit absolvieren und die sie bei ihrem Masterthesenprojekt unterstützen sollen. Einen Schwerpunkt bilden E-Tutorials zur Biostatistik. Möglich ist auch die Anrechnung von individuellen Engagements wie einer Konferenzteilnahme. Die zentrale WIKO.flex-Plattform mit vielen weiteren Informationen finden Sie auf OLAT unter dem 3.BA-Studienjahr, Basiskompetenzen, Wissenschaftliche Kompetenz.

Artikel zu WIKO.flex im DKForum 3/2016

Videos zu WIKO.flex

In diesem Studienjahr steht kein Angebot zur Verfügung.